Vom guten Gefühl, eine Pizza selbst zu machen

Bei uns zu Hause zurzeit der Hit in Sachen Pizza: Auf dem obligatorischen Mozzarella und der Tomatensoße dürfen Artischockenherzen nicht fehlen. Auch frische Tomaten, Paprikaschoten und Oliven sind allseits beliebt. Dann hören die Gemeinsamkeiten schon langsam auf. Tochter 1 freut sich über eine Extraportion Artischockenherzen, Tochter 2 mag Zwiebeln nicht so sehr, die die Eltern wiederum drauf haben möchten, Vater und Töchter nehmen gern Schinken oder Salami, während die vegetarische Mutter Walnüsse und Kapern liebt und auch mal die Tomatensoße durch komisches grünes Pesto ersetzt. Und da offenbart sich das Großartige an der Pizza: Jede/r bekommt sein individuell belegtes Stück und alle sind zufrieden.

Auch so eine vielfältig zusammengestellte Pizza ist schnell gemacht, aber etwas Aufmerksamkeit ist schon nötig, damit nichts durcheinander kommt.
Über den Teig hingegen denke ich gar nicht groß nach, das ist Routine:
(Pizza)Mehl, Wasser, Hefe und Salz werden verknetet, zwei Stunden in Ruhe gehen gelassen – fertig. Meistens mache ich gleich etwas mehr und friere einige Portionen ein. So habe ich für die nächsten Pizzen schon backfertigen Teig.

Nun habe ich bei einem meiner gelegentlichen Streifzüge durch Supermärkte etwas Interessantes entdeckt: Backfertigen Pizzateig. Gleich im Set mit einem Glas Tomatensoße. Nicht im Set, aber direkt gegenüber in der Kühltheke liegt geriebener Mozzarella im Plastikbeutel.
Genial! Fertigteig ausrollen, Fertigsoße drauf, mit fertig geriebenem Käse bestreuen. Etwas Gemüse muss man noch selbst schnippeln, aber dafür gibt’s das gute Gefühl, die Pizza selbst gemacht zu haben.

Der backfertige Pizzateig besteht aus: Weizenmehl, Wasser, Weizengluten, Dextrose, Backtriebmittel: Dinatriumdiphosphat, Natriumhydrogencarbonat; Zucker, Speisesalz, Palmfett, Alkohol, Stabilisator: Xanthan, Mehlbehandlungsmittel: Ascorbinsäure, Sonnenblumenöl.

Ich staune, was sich in so einem simplen Teig alles unterbringen lässt. Mir würde das nicht gelingen. Will ich auch gar nicht können. Denn abgesehen davon, dass einige dieser Zutaten ökologisch bzw. gesundheitlich bedenklich sind, möchte ich Dinge wie Dextrose, Phosphat und Palmfett einfach nicht im Essen haben. Und den Alkohol trinke ich in Form eines Glases guten Wein lieber dazu. Zum Glück haben wir die Wahl.

Garantiert selbst gemacht: Teig geknetet, Soße gerührt, Käse gerieben

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