Vom mickrigen Pflänzchen zum Gaumenschmaus

Nach einer, sagen wir: sehr ausgedehnten Sommerpause melde ich mich zurück mit Neuem von der Kräuterfront.

Anfang Juli stellte ich fest, dass wir dieses Jahr das Tomatenpflanzen verpasst hatten. Die dadurch leer gebliebenen Pflanzsäcke wollte ich dennoch mit Leben füllen. Am liebsten mit etwas Essbarem. Da die klassische Pflanzzeit vorbei war, fanden sich in der Gärtnerei nur noch wenige mickrige Kräutertöpfe. Doch auch sie sollten eine Chance bekommen, und so landeten einige recht zerrupfte Exemplare in meinem Einkaufswagen. Darunter zwei Basilikumpflanzen, bestehend aus je zwei, ca. 20 Zentimeter langen, dünnen Stängeln, an denen ein paar durchaus lebendig wirkende Blätter hingen. Das muss so mitleiderregend ausgesehen haben, dass ich auf die bereits reduzierten Preise noch Rabatt bekam.

 In den großen Pflanzsäcken wirkten die kleinen Pflänzchen anfangs etwas deplaziert. Doch Erde, Wasser, Dünger und Sonne taten ihr Werk, und schnell entwickelte sich das Basilikum zu einem fast einen Meter hohen, prächtigen Busch. Den ganzen Sommer über war er grüne Oase und Duftinsel, seine Blüten boten reichlich Nahrung für Bienen und andere Insekten. Er ist so groß und dicht geworden, dass es gar nicht auffällt, wenn ein dicker Ast herausgeschnitten wird. Dieser ergibt dann zum Beispiel – zusammen mit Mandeln, Olivenöl und etwas Salz – eine große Portion feinstes Pesto.

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