Kabarett aus München: Brot und Spiele

Ich habe mich an dieser Stelle etwas rar gemacht in letzter Zeit. Einer der Gründe ist die Vorbereitung des Kabarettprogramms „Brot und Spiele“, das ich zusammen mit drei Mitstreiter*innen auf die Beine gestellt habe. Darin nehmen wir unser Verhältnis zum Essen und Trinken kritisch und unterhaltsam unter die Lupe. In illustrer Runde kommen unterschiedlichste Charaktere mit ihren ganz eigenen Vorstellungen zusammen: Von Kochshow-schauenden Frauen über Top-Managerinnen bis hin zum Bayern-Starkoch ist eine breite Palette vertreten.

Premiere ist am 8. Dezember 2017, und so langsam geht’s in die heiße Phase. Texte lernen, Requisiten beschaffen, Proben … Der letzte Schliff erfordert viel Sorgfalt und duldet keinen Aufschub. Da wir keine Profis sind, schütteln wir uns das nicht so nebenher aus dem Ärmel. Es macht natürlich auch sehr viel Spaß. Wir freuen uns auf den ersten Auftritt und sind gespannt, wie unser Programm beim Publikum ankommt.

An dieser Stelle sei mir etwas Werbung erlaubt: Wer in München oder Umgebung wohnt – kommt am 8. Dezember um 20.00 Uhr ins Eine Welt Haus! Wir treten im Rahmen der Münchner Tage der Menschenrechte auf, dort sind nähere Infos zu finden. Und neuerdings auch auf der eigenen Website.

Über die Fotos auf diesem Blog

Alle Fotos, die ich veröffentliche, mache ich selbst. Das unterscheidet sie in zwei Dingen von den imposanten Hochglanzfotos in Kochbüchern, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

Zum einen: Ich bin keine Fotografin und habe auch keine entsprechende Ausrüstung. Man sieht meinen Bildern an, dass sie nicht unter professionellen Bedingungen entstanden sind.
Zum anderen – und das ist mir besonders wichtig: Ich bin keine „Food Stylistin“ und möchte das auch gar nicht sein. Wenn ich ein Rezept ausprobiere, fotografiere ich hinterher genau das, was ich fabriziert habe, und nichts anderes. Ein Salat ist nun mal kein Arrangement hübsch nebeneinander drapierter Blättchen und Stückchen, sondern besteht aus verschiedenen zusammengemischten Zutaten, die im Einzelnen teilweise nicht mehr erkennbar sind. Solch ein Gemisch ist meistens nicht besonders fotogen. Gemüse verliert beim Erhitzen an Farbe und sieht nicht so schön knackig aus wie im frischen Zustand – ebenfalls keine gute Referenz fürs Foto. Auch die Bolognese Soße vom letzten Eintrag ist optisch kein Höhepunkt. Da lässt sich nichts beschönigen, diese Gerichte sehen nun mal so aus. Und schmecken trotzdem.

Um die Bilder etwas aufzupeppen, richte ich das Essen nett her, mit schönem Geschirr und ein bisschen Deko. Das ist alles, ich greife in keine Trickkiste. Dafür kann ich garantieren: Meine Fotos sind authentisch. Wenn euch ein Bild gefällt, vielleicht sogar Appetit macht und ihr das Essen nachkocht, sieht es am Ende wirklich so aus. Keine Enttäuschung. Versprochen!

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Gemüse – Die beste Wahl ist regional

Gemüse- und Obst-mäßig befinden wir uns gerade in einer richtigen „Saure-Gurken-Zeit“ im wahrsten Sinne des Wortes. Versorgt man sich weitgehend mit regionaler Ware, ist der Winter in unseren Breiten nicht sonderlich üppig. Um auch in die Kohl- und Rübenzeit ein bisschen Abwechslung zu bringen, sind saure Gurken gar nicht schlecht. Wie das in früheren Zeiten üblich war: Im Sommer und Herbst wurden Gemüse und Obst für den Winter konserviert.

RotkrautNatürlich ist das heute nicht mehr nötig. Angesichts des Angebots in unseren Geschäften frage ich mich manchmal, welche Jahreszeit gerade ist. Alles ist rund ums Jahr verfügbar. Aber man muss ja nicht alles kaufen, was in den Läden so rumliegt.

Gemüse und Obst aus der Region, am besten aus ökologischem Anbau, hat viele Vorteile: Frisch und reif geerntet, schmeckt es aromatisch, ist preiswert und auch nach einigen Tagen im Kühlschrank noch gut. Kurze Transportwege und biologischer Landbau schonen die Umwelt. Regionalität schafft außerdem Transparenz und Arbeitsplätze vor Ort. Jede Menge gute Gründe also. Aber zugegeben – einfach ist das nicht immer. Die Verlockung, im Winter zum Sommergemüse vom anderen Ende der Welt zu greifen, kann groß sein. Wenn ich ihr hin und wieder erliege, bereue ich es regelmäßig: geschmacklos, teuer, verdirbt schnell.

Ist der gute Wille zum regionalen Einkauf erstmal da, muss man noch wissen, was bei uns zurzeit so alles wächst. Hilfe bieten dabei Saisonkalender, z.B. von der Verbraucherzentrale.

Für dieses Jahr wird der Winter nicht mehr lange dauern. Einige Wochen werden wir uns noch an saure Gurken und Co. halten müssen, dann gibt’s das erste frisch geerntete Grünzeug. Und an dieser Stelle bis dahin noch ein paar Anregungen für winterliche Genüsse.