Was der Kühlschrank hergibt: Nudelauflauf

Gestern Abend sollte nach einem anstrengenden Tag ein gescheites Essen auf den Tisch. Zum Vorräte prüfen und evtl. noch Einkaufen gehen war keine Gelegenheit. Also musste aus dem, was da war, etwas gemacht werden. Das kam dabei raus und es ist gut geworden – als kleine kreative Hilfe für Leute, die im Improvisieren (noch) wenig Erfahrung haben.

Eine Zwiebel, ein paar Möhren und Tomaten habe ich in mundgerechte Stücke geschnitten, 300 Gramm Nudeln gekocht, alles in eine gefettete Auflaufform gegeben und vermischt. Salz, Pfeffer und Olivenöl dazu. Außerdem etwas Ingwer- und Zimtpulver. Diese beiden Gewürze regen Immun- und Verdauungssystem an, gerade jetzt im Winter ideal. Man braucht nur so wenig zu nehmen, dass es gar nicht rausschmeckt. Ein halber Zucchino sollte noch verarbeitet werden. Rohe Zucchini, in einen Auflauf gemischt, finde ich ziemlich fad. Also habe ich ihn in sehr dünne Scheiben geschnitten und obendrauf geschichtet. Als Abschluss etwas geriebener Parmesan. Das Ganze kam bei 180 °C ca. 30 Minuten in die Mitte des Ofens, zum Schluss noch einige Minuten unter den Grill, damit die Zucchinischeiben etwas knusprig werden. Kann auf dem Teller mit Pesto und Parmesan verfeinert werden. Vier Personen sind davon satt geworden.

nudelauflauf

Auf dem Bild: vor und nach dem Backen

Schön und gut: Blätterteigschnecken

Geht schnell, ist einfach und sieht dekorativ aus. Schmeckt warm und kalt. Als Vorspeise, „Häppchen“ oder Hauptgericht. Sehr vielseitig also.

Normalerweise mache ich alles am liebsten selber. Blätterteig ist eines der wenigen Dinge, die ich lieber aus dem Tiefkühlfach nehme. Die Teigplatten einer Packung (300 Gramm) werden übereinandergelegt und zu einem großen, dünnen Rechteck, ca. 30 x 40 Zentimeter, ausgerollt. Dieses bestreicht man mit einer cremigen Füllung, rollt den Teig zusammen und schneidet diese Rolle in Scheiben. Sie lässt sich besonders gut schneiden, wenn sie vorher ca. eine halbe Stunde ins Tiefkühlfach kann. Bei 220 °C (Ober-/Unterhitze) oder 200 °C (Umluft) in der Mitte des Ofens ca. 10 Minuten backen.

Beispiel für eine Füllung (Vorsicht, etwas scharf):

Das wird gebraucht:
180 g Feta
3 EL saure Sahne
1 Handvoll frische Kräuter (jetzt im November immer noch aus dem eigenen Garten)
1 rote Chilischote
1 Schuss Olivenöl
Salz, Pfeffer

blaetterteigschnecken_1

So wird’s gemacht:
Kräuter und Chilischote klein schneiden. Feta mit der Gabel zerdrücken und zusammen mit der sauren Sahne zu einer homogenen Masse mischen. Alles andere unterrühren.
Beim Verteilen auf dem Teig sollten an den Rändern ca. 2 Zentimeter frei bleiben, damit die Masse beim Aufrollen nicht herausquillt.
Ergibt ca. 15 Stück.

blaetterteigschnecken_2

 

Aufwärmen von innen

Die Zeit der heißen Getränke naht. Vertraut man auf die Angebote des Handels, gibt es neben dem obligatorischen Glühwein allerhand Alkoholfreies von zweifelhafter Qualität. Selbst bei guten Produkten bleibt eine gewisse Unsicherheit, weil man nur selten erfährt, was genau drin ist. Auf dem Etikett findet sich z. B. oft nur der Hinweis „Gewürze“. Das muss nicht zwangsläufig schlecht sein. Es entspricht den gesetzlichen Vorschriften, dass nicht jedes Gewürz einzeln aufgelistet werden muss. Allerdings lassen sich hinter solch schwammigen Angaben auch Qualitätsmängel verstecken, und wir Verbraucher*innen am Ende der Kette können nicht immer einschätzen, womit wir es zu tun haben.

Wie wär’s also mal mit Selbermachen? Mir fiel eines Tages das Rezept des Weihnachtspunsches von Petterson und Findus in die Hände. Wer kennt sie nicht, den kauzigen Alten und seinen gewitzten Kater? Jüngere sicher aus der eigenen Kindheit, ich konnte mich auch als Mutter noch für dieses herrlich eigensinnige Paar begeistern. Der Punsch besteht aus einer Mischung verschiedener Säfte und Gewürze. Sehr harmonisch und mal was anderes als der klassische Tee. Das hat uns in der Familie zu eigenen Experimenten angeregt. Dabei stellte sich schnell heraus, dass etwas Ausprobieren durchaus angesagt war. Nicht alles, was sich der Kopf köstlich vorstellt, schmeckt dem Bauch tatsächlich.

Und das sind sie, unsere Mischungen aus dem letzten Winter. Neben einem sehr gehaltvollen Punsch aus reinem Saft eine etwas leichtere Variante. Mal sehen, was dieses Jahr gemischt wird…

Saft pur
400 ml Apfelsaft, 400 ml Traubensaft und 200 ml Quittensaft in einen Topf geben, 1 Zimtstange, 1 Sternanis, einige Nelken und Zesten einer Bio-Orange zufügen, kurz bevor es kocht vom Herd nehmen und ca. 10 Minuten ziehen lassen. Durch ein Sieb gießen, um die Gewürze zu entfernen.

„Light“-Version
500 ml Apfelsaft, 250 ml Quittensaft und 250 ml Wasser…. Gewürze und Zubereitung wie oben.

Gesund durch den Winter

Nachdem die letzten Beiträge eher was zum Nachdenken waren, gibt’s heute wiedermal was für den Bauch.

Es ist kalt geworden in letzter Zeit und die Erkältungswelle rollt allmählich an. Dagegen schützt eine gute Hühnerbrühe. Sie ist nicht nur die perfekte Vorbeugung, sondern tut auch gut, wenn es einen schon erwischt hat. Als Vegetarierin halte ich mich lieber an Gemüsebrühe – auch die ist heilsam – aber Hühnerbrühe soll besonders wirkungsvoll sein. Hier ein Rezept, gekocht nach den Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin, wonach sich die Kraft spendende Energie der Speisen erst so richtig entfaltet, wenn die Zutaten in einer bestimmten Reihenfolge in den Topf kommen.

So wird’s gemacht:
Einen oder zwei Schenkel vom Bio-Huhn (und evtl. weitere Teile, z. B. Flügel)  in kaltem Wasser aufsetzen, zum Kochen bringen bis sich Schaum bildet, Wasser abgießen und Topf reinigen (Schaumreste entfernen).
Hühnerteile in ca. 3 Litern heißem Wasser neu aufsetzen und folgendes zugeben:

  1. etwas Öl
  2. verschiedene Gewürze (z. B. je einige Pfefferkörner, Lorbeerblätter, Ingwerscheiben, Pimentkörner, Koriandersamen, Kardamomsamen, Nelken,)
  3. etwas Salz
  4. einige Stängel Petersilie grob zerschnitten
  5. einige Wacholderbeeren

Nach jeder Zutat kurz umrühren, damit sie ihre Energie entfalten kann.
Wenn alles drin ist, ca. 3 Stunden bei kleinster Hitze und mit geschlossenem Deckel köcheln lassen. Dann die Hühnerteile heraus nehmen und die Brühe durch ein Sieb gießen. Sonstige feste Bestandteile werden weggeworfen.

Die Brühe hält sich im Kühlschrank einige Tage. Sie kann pur getrunken (vorher nochmals erhitzen!) oder als Eintopf mit Nudeln und dem Hühnerfleisch gegessen werden.

Auch gut geeignet als Basis für Suppen aller Art z. B. Gemüsecremesuppen. Gibt man etwas frischen Ingwer und Zitronensaft hinzu, bekommt die Suppe geschmacklich das gewisse Etwas und das Immunsystem einen zusätzlichen Kick.

 

Grillgenüsse

Sommer, Sonne, Grillen… es ist wieder soweit. In Gärten, auf Balkonen und öffentlichen Grünflächen – überall wird gebrutzelt was das Zeug hält. Und ich mache ein paar Vorschläge, was auf dem Rost landen könnte.

Für Viele ist Grillen gleichbeutend mit Fleisch. Über dieses Standardgrillgut muss ich nicht viele Worte verlieren. Dass es vom glücklichen Tier stammt, sollte sich von selbst verstehen. Das Thema „Vegetarisch Grillen“ füllt mittlerweile auch unzählige Bücher. Ich hatte mal eines, welches schon längst wieder aus meinem Regal verschwunden ist: Viel zu kompliziert. Dabei kann es eigentlich ganz einfach sein. Zum Beispiel:

Vegetarisch mit Käse
Ein Stück Feta auf eine geölte Alufolie legen. Obendrauf können noch einige Zwiebelringe, Tomatenscheiben, ein frischer Rosmarinzweig, etwas Thymian oder ähnliches. Die Folie oben schließen und Grillen. Wenden ist nicht nötig. Den fertigen Käse pfeffern und mit Olivenöl übergießen.

Gemüse, auch vegan
Zum Grillen geeignete, feste Gemüsesorten in mundgerechte Stücke schneiden und im Wechsel auf Holz- oder Metallspieße stecken. Mit Öl einpinseln und von beiden Seiten grillen. Gut geeignet sind z.B. Auberginen, Champignons, Paprikaschoten, Zucchini und Zwiebeln. Gegrilltes Gemüse ist nicht nur ein feines Essen für Vegetarier und Veganer, sondern auch eine schöne Ergänzung zum Fleisch.

Feta_gegrillt_2

 

Schneller Tomatenauflauf

Was wäre ein Sommer ohne Tomaten? Dieser Auflauf ist sehr schnell und einfach zuzubereiten. Er gelingt am besten mit festfleischigen Früchten, z.B. Romatomaten.

Das wird gebraucht:
(ca. 2 Portionen)
6- 8 Tomaten
1 Mozzarella
100 – 150 g Feta
100 – 150 g Hartkäse (z.B. Bergkäse oder Gouda)
Salz und Pfeffer
1 Baguette als Beilage

So wird’s gemacht:
Tomaten in Scheiben schneiden, Mozzarella und Feta würfeln, Hartkäse grob reiben. Beginnend mit einer Schicht Tomaten alles abwechselnd in eine gefettete Auflaufform schichten. Obendrauf kommt eine dicke Schicht Hartkäse.
Bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) oder 160 °C (Umluft) auf mittlerer Schiene ca. 40 Minuten backen.

Tomatenauflauf_2

Lasagne selbst gemacht

Es gibt Gerichte, vor denen ich Respekt habe. Die mir so kompliziert und aufwändig erscheinen, dass ich mich nicht so recht ran traue. Lasagne gehörte dazu – bis ich es doch mal versucht habe.

Das Grundprinzip ist einfach: Lasagneplatten, Soße und weitere Zutaten wie Gemüse oder Hackfleisch werden in eine Auflaufform geschichtet und im Ofen gebacken. Dafür braucht man kein Rezept, es kann im Wesentlichen improvisiert werden. Nur die Flüssigkeitsmenge muss einigermaßen stimmen: Genügend, damit die Nudelplatten weich werden, aber nicht zu viel, damit die fertige Lasagne nicht in der Flüssigkeit schwimmt. Am besten eignen sich dickflüssige Soßen, weil diese an den Nudelplatten haften bleiben.

Mengenmäßig nehme ich für eine*n durchschnittliche*n Esser*in 3 Lasagneplatten und ca. 200 Milliliter Soße. Auch wenn man immer mit den gleichen Mengenverhältnissen arbeitet, wird jede Lasagne anders. Das kann z. B. am unterschiedlichen Wassergehalt der verschiedenen Gemüsesorten liegen oder daran, dass frische Lebensmittel nicht normiert sind und sich beim Kochen nicht immer gleich verhalten. Auf jeden Fall sollten die Nudelplatten nach ca. 30 Minuten Backzeit die richtige Bissfestigkeit haben. Das kann durch Einstechen mit einem spitzen Messer getestet werden. Wenn sie noch zu hart sind, kann etwas zusätzliche Flüssigkeit seitlich in die Form gegossen werden. Und eine etwas zu flüssig geratene Lasagne sieht zwar nicht so elegant aus, schmeckt aber trotzdem.

Hier ein Rezeptvorschlag mit Gemüse.

Das wird gebraucht:
12 Lasagneplatten
400 ml Tomatensoße
200 ml Schlagsahne
200 ml Milch, Soja- oder Getreidedrink
1 – 2 Esslöffel Stärke
gemischtes Gemüse, z.B. 3 Möhren, 6 Champignons, 2 Zwiebeln, 1 – 2 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer, evtl. weitere Gewürze wie Muskat, Ingwer-, Paprikapulver
250 g Hartkäse

So wird’s gemacht:
Tomatensoße: Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: Selbst kochen, aus Tomatenmark, Wasser und Gewürzen zusammenrühren oder notfalls eine qualitativ gute Fertigsoße verwenden.
Sahnesoße: Sahne und Milch zum Kochen bringen, vom Herd nehmen. Zum Andicken die Stärke mit etwas kaltem Wasser verquirlen, in die Sahne/Milch einrühren, nochmals kurz aufkochen lassen und würzen. Evtl. ca. 2 Esslöffel Parmesan untermischen und rühren, bis er geschmolzen ist. Einige Minuten quellen lassen.
Gemüse in sehr kleine Würfel schneiden, gut vermischen und würzen.

Nun alles abwechselnd in eine gefettete Auflaufform schichten, z. B. so: Etwas Tomatensoße, Lasagne, Sahnesoße, Gemüse, Tomatensoße, Lasagne… die letzte Nudelschicht sollte auf jeden Fall mit etwas Soße bedeckt sein. Zum Abschluss mit geriebenem Käse bestreuen. Bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) im unteren Teil des Ofens ca. 40 Minuten backen.

Lasagne_Form_2

 

Veggi-Burger

Hier noch was Vegetarisches (nicht nur) für Burger: Kichererbsen-Taler

Das wird gebraucht:
100 g getrocknete Kichererbsen (gekocht 200 g)
1 Ei
1 halbe Zwiebel
Salz und Pfeffer
Semmelbrösel
evtl. etwas Koriander, Kreuzkümmel und Petersilie
Öl zum Braten

So wird’s gemacht:
Die gekochten Kichererbsen zusammen mit dem Ei pürieren. Dabei dürfen einige Kichererbsen gerne ganz bleiben, das gibt dem fertigen Taler mehr Biss. Zwiebel fein würfeln und zusammen mit den Gewürzen dazugeben. Die Masse mit der Hand verkneten und löffelweise so viel Semmelbrösel zugeben, bis sie sich gut formen lässt. Mit feuchten Händen ca. Tischtennisball-große Kugeln formen, platt drücken und von beiden Seiten braten.
Ergibt ca. 5 Stück
Für Burger ist diese platt gedrückte Variante praktisch, ansonsten können auch 10 kleinere Bällchen geformt werden – siehe Foto.

Kreuzkümmel, Koriander und Petersilie geben den Talern eine orientalische Note und erinnern dadurch an die aus dieser Gegend stammenden Falafel. Es darf natürlich mit allen möglichen Gewürzen und Kräutern experimentiert werden. Sehr gut passt auch frische Minze.

Kichererbsentaler_2

Burger-Bewegung

Jede/r kennt ihn, die meisten mögen ihn, konsumiert wird er überwiegend in der Gastronomie. Dabei ist der Burger ein ideales Essen für zu Hause. Selbst gemacht, versteht sich, nicht die „To go“-Version aus dem Burgerladen.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Jede/r kann nach Lust und Laune selbst entscheiden, was in die Semmel kommt. Auch die Semmel selbst darf natürlich frei gewählt werden, es muss nicht das geschmacksneutrale Schlabbermodell sein. Das Gemüse sollte natürlich regional sein (da darf im Winter auch mal mit Krautsalat experimentiert werden). Und das Fleisch von glücklichen Tieren. Insgesamt gesehen Zutaten von bester Qualität, die in Burgerläden selten zu finden sind.

Ein schnell vorbereitetes Essen, auch prima geeignet für große Runden, für Kindergeburtstage, für Mahlzeiten, bei denen Fleischesser mit Vegetariern mit Veganern zusammentreffen oder einfach Menschen mit unterschiedlichen Vorlieben. Denn es werden lediglich die Zutaten auf den Tisch gestellt, so dass sich jede/r Mitessende seinen bzw. ihren ganz individuellen Burger zusammensetzen kann.

Hier ein paar Vorschläge, was auf dem Tisch kommen kann – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt: Semmeln in allen Variationen, Salatblätter, auch Rucola, Feldsalat und frische Kräuter (ganze Blätter), Tomaten(scheiben), Zwiebelringe, Gurken(scheiben), gerne weitere Gemüsesorten, auch z. B. gebratene Zucchini-, Auberginen- oder Fenchelscheiben, Gewürzgurken, Frikadellen, vegetarische Bratlinge (z. B. Hirsetaler, „Einfach gut kochen“, S. 73), Käse (z. B. Bergkäse, Feta, Brie), Tofu in allen Variationen, Oliven, Ketchup, Mayonnaise, Senf, Pesto … und ein großer Berg Servietten!

Hier noch ein Rezept für die Frikadellen (oder Buletten, Beefsteaks, Fleischpflanzerl…)

Das wird gebraucht:
500 g Rinderhack
1 Zwiebel
1 Ei
Semmelbrösel
Salz und Pfeffer
Öl zum Braten

So wird’s gemacht:
Hackfleisch, klein gewürfelte Zwiebel, Ei und Gewürze gut miteinander verkneten, dann löffelweise so viel Semmelbrösel zugeben, bis sich die Masse gut formen lässt. Mit feuchten Händen ca. Tischtennisball-große Kugeln formen, platt drücken und von beiden Seiten braten.
Ergibt ca. 10 Stück

Burger_zugedeckt_2

Restaurant-Gerichte nachkochen: Penne mit Spinat und Gorgonzola

Jetzt gibt’s wieder frischen Spinat. Das erinnert mich an ein Erlebnis: Vor einiger Zeit bestellte meine Tochter im Restaurant ein Gericht namens „Penne mit Spinat und Gorgonzola“. Was mich ziemlich verwundert hat, denn Gorgonzola ging zu Hause gar nicht. Ich versuchte, es ihr auszureden, denn in Gaststätten wird es etwas kompliziert, wenn dem Kind das Essen nicht schmeckt (jede/r, der/die Kinder hat, wird das kennen). Hat aber nicht geklappt. Doch auswärts ist eben alles ein bisschen anders… und siehe da, sie war vom Essen so begeistert, dass ich prompt den „Auftrag“ bekam, das zu Hause auch mal zu kochen.

Ein gutes Beispiel, dass auch Restaurants eine Inspirationsquelle für die heimische Küche sein können. Im besten Fall gelingt das Nachkochen eines Essens zu Hause auf Anhieb. An manche Gerichte muss man sich allmählich herantasten und kommt erst nach mehreren Versuchen zum optimalen Ergebnis. Schließlich hat man in der Regel kein Rezept, kann sich nur an dem orientieren, was auf dem Teller lag, optisch und geschmacklich.

Im Falle der Spinat-Gorgonzola-Penne war es recht einfach. Es handelte es sich um ein Gemisch der drei Namen gebenden Zutaten. Also habe ich den Spinat nach Grundrezept gedünstet, den zerbröckelten Gorgonzola zugefügt und unter Rühren etwas schmelzen lassen. Ein paar Gewürze dazu und diese Soße mit den gekochten Penne vermischt – fertig und lecker.

Bleibt die Frage nach der Menge bzw. dem Verhältnis der einzelnen Zutaten. Die Antwort darauf kann je nach Gusto ganz unterschiedlich ausfallen. Der eine mag’s gern käsig, die andere mit viel Spinat. Als Orientierungswert empfehle ich zu 500 Gramm Nudeln 500 Gramm Spinat und 250 Gramm Gorgonzola. Das ist eine gute Grundlage zum Variieren.

Penne_Spinat_2