Nutri-Score – Gewinn oder Täuschung?

Nun ist es also soweit: In Deutschland soll der Nutri-Score eingeführt werden, eine Variante der von Verbraucherverbänden seit längerem geforderten Ampel auf Lebensmitteln, die den Gehalt an Kalorien, Fetten, Zucker und Salz mit den Farben grün (Gehalt niedrig), gelb (mittel) und rot (hoch) kennzeichnet. Auch der Nutri-Score arbeitet mit einer Farbskala von grünem A bis rotem E. Für die Bewertung werden „Kalorienzahl sowie ernährungsphysiologisch günstige und ungünstige Nährstoffe miteinander verrechnet“, wie es auf der Website des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft recht unkonkret heißt. Die Kaufentscheidung soll damit auf vermeintlich gesunde Lebensmittel gelenkt werden. Klappt das wirklich? Ich bin skeptisch.

Mein erster Kritikpunkt ist, dass diese Kennzeichnung nur die Gesundheit im Blick hat. So wichtig das natürlich ist – auch kulturelle Aspekte wie Regionalität, handwerkliche Herstellung und faire Arbeitsbedingungen zeichnen ein gutes Lebensmittel aus. Doch lassen wir die Gesamtbetrachtung an dieser Stelle beiseite und schauen uns an, was der Nutri-Score thematisiert: eben die Gesundheit.

Zunächst einmal fehlt jegliche Transparenz. Welche Nährstoffe werden konkret einbezogen? Gehen wir mal davon aus, dass es sich neben den Karlorien um die stets geforderten Fette, Zucker und Salz handelt. Die Qualität eines Nahrungsmittels allein an deren Mengen festzumachen, greift zu kurz. Zuviel davon ist ungesund, keine Frage. Doch wie steht es beispielsweise um die lebenswichtigen Mineralstoffe und Vitamine? Sind davon genug enthalten? Gängige Herstellungsmethoden wie extreme Hitze oder starker Druck denaturieren die ursprünglichen Rohstoffe. Und wie sieht es mit gesundheitlich zweifelhaften Zusatzstoffen aus? Die meisten der hoch verarbeiteten Lebensmittel, die die Regale unserer Supermärkte füllen, strotzen nur so davon.

Zucker und Fett haben in verarbeiteten Produkten vielfältige Funktionen. Sie dienen z. B. als Geschmacksträger und Konservierungsstoff. Werden sie reduziert, sind in vielen Fällen noch mehr Zusatzstoffe und eine noch stärkere Denaturierung nötig. Was ist wohl gesünder: Etwas mehr Fett und Zucker oder eine Extraportion Zusatzstoffe? Mit dem Nutri-Score haben wir zumindest die Wahl zwischen diesen beiden Optionen.

Lassen wir uns also überraschen, wie der Nutri-Score die Gesundheit der Bevölkerung beeinflussen wird. Ich sehe die Gefahr, dass dank der grenzenlosen Fantasie der Hersteller auf vielen hochverarbeiteten, „ungesunden“ Lebensmitteln ein grünes A prangen wird. Das erklärte Ziel, Fehlernährung zu reduzieren, wäre damit nicht zu erreichen. Dennoch mag es ein Schritt in die richtige Richtung sein. Die Kennzeichnung kann uns sensibilisieren und das Bewusstsein schärfen. Sie ersetzt jedoch nicht den Blick auf die Zutatenliste. Keinesfalls entlässt sie uns aus der Verantwortung, unser Lebensmittelsystem grundsätzlich zu hinterfragen. Wer auf der sicheren Seite sein will, setzt auf überwiegend selbstgekochtes Essen aus frischen, regionalen und saisonalen Zutaten.

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Die schöne Welt der Küchenaccessoires

Neulich habe ich ein großes Geschäft für Haushalt- und Küchenzubehör durchquert. Dort sind mir im Vorbeigehen einige Sortimente aufgefallen, die meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben. Zum Beispiel die Spargelzange. Ähnlich der Universalzange, doch den Spargel mit dieser auf den Teller zu befördern, wäre offensichtlich unangemessen. Der Sinn der daneben liegenden „Gourmetzange“ hat sich mir nicht erschlossen. Etwas weiter hingen einträchtig nebeneinander Sieblöffel, Seihlöffel, Schaumlöffel fein gelocht und Schaumlöffel grob gelocht. Letzteren besitze ich auch, er ist sehr praktisch, um z. B. Knödel in kochendes Wasser zu bekommen bzw. sie dort heraus zu holen. Ob dieser Löffel dafür gesiebt, geseiht, fein oder grob gelocht ist, ist mir völlig egal, es reicht einer für alles. Ein weiteres interessantes Produkt ist die Streich-Palette, wahlweise gerade oder gekröpft. Falls das jemand nicht kennt, das ist eine lange schmale Metallschiene mit Griff, ähnlich einem großen Koch- oder Brotmesser nur ohne Schneide. Bei der gekröpften Variante ist die Schiene etwas abgebogen. Ist vermutlich zum Streichen von Cremes auf eine Torte gedacht. Wie die Beschreibung schon nahe legt: Man kann für derlei Tätigkeiten auch die Rückseite der Schneide eines großen Messers verwenden. Als nächstes die Wand mit Werkzeugen zum Zerkleinern von Ingwer und Knoblauch. Ingwerreiben, Knoblauchreiben, Knoblauchpressen, Knoblauchschneider in großer Auswahl. Ich durfte derlei Gerätschaften bereits in den Küchen von Bekannten ausprobieren und habe jedes Mal ein kleines scharfes Messer bevorzugt. Damit dauert das Zerkleinern zwar etwas länger, funktioniert aber wesentlich besser, und der Zeitvorteil wird durch das Wegfallen des Reinigens der Geräte kompensiert. Meine Favoriten im Reigen der unnötigen Kochgeräte aber sind Melonenschneider, Ananasschneider, Avocadoslicer, Mangosplitter, Orangenschäler, Granatapfelentkerner sowie Apfel- und Birnenteiler. Wow, für jede Frucht ein eigenes Zerteilgerät! Wie altmodisch bin ich, das alles mit einem scharfen Messer klein zu schneiden?

Diese Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Die meisten dieser Helferlein sind entweder überflüssig (wer bitte braucht einen Kochbuchhalter?) oder sie lassen sich ganz einfach durch Messer oder Gabeln ersetzen. Doch die Wirtschaft freut’s. Diejenigen, die all diese nutzlosen Küchenaccessoires herstellen ebenso wie die Werbemenschen, die uns deren Unverzichtbarkeit verklickern und die Händler, die sie unters Volk bringen. Auch die Möbel- und Immobilienbranche werden dabei glücklich. Denn wir brauchen größere Schränke und Wohnungen, um all den Krempel zu lagern.

 

Vom Sushiband zum Abnehmprofi

Auf der Heimfahrt vom „Markt des Guten Geschmacks“, der Slow Food Messe in Stuttgart, angenehm erschöpft, prall gefüllt mit positiven Eindrücken und einigen richtig guten Lebensmitteln im Gepäck, warte ich am Münchner Hauptbahnhof auf die S-Bahn. Mein Blick fällt auf eine dieser großen Tafeln, die immer zwischen zwei Werbeplakaten hin- und her scrollen. Kein großes Kino, aber diese bewegten Bilder üben eine gewisse Anziehungskraft aus.

Auf einem Bild wird das „All You Can Eat“ Angebot eines neuen Restaurants beworben. Über 150 leckere Spezialitäten vom doppelstöckigen Laufband, warm, kalt, Dessert, Sushi… Eigentlich nichts Aufregendes, diese Fressorgien breiten sich immer mehr aus. Doch hier kam eine mir neue Dimension ins Spiel: die Zeit. Schnäppchenjäger*innen aufgepasst: 45 Minuten kosten 12,90 Euro, wer länger schlemmen will, muss 17,90 Euro berappen. Fressen im Akkord.
Dann zieht das nächste Plakat auf. Darauf lerne ich eine junge Frau kennen, die mit der Hilfe von Abnehm-Experten 18 Kilo in 12 Wochen verloren und dadurch echte Lebensfreude gewonnen hat.

Werbung bedeutet gezielte Meinungs- und Verhaltensbeeinflussung, um Menschen zum Kauf eines Produktes zu bewegen. Aber wie bekommt man Übergewichtige an ein All You Can Eat Buffet und wie sind schlanke Zeitgenoss*innen für ein Abnehmprogramm zu gewinnen? Ganz einfach durch dieses Rundum-Sorglos-Paket. Nach 45 Minuten Wampe vollhauen (bloß nichts verschenken!) geht’s direkt zum Abnehm-Experten. Da ist garantiert für jede/n was dabei. Wie gut, dass man manchmal auf die S-Bahn warten muss. Solch spannende Informationen würden einem sonst glatt entgehen!

Der Kaffee unterwegs

Auch auf andere Getränke anwendbar

Neulich im Intercity: Ein ausgesprochen freundlicher Bistro-Mitarbeiter läuft mit einigen Bechern „frischen Kaffees“ durch die Reihen und bietet sie den Reisenden an. Eigentlich möchte ich keinen, aber der Duft weckt den Appetit und der Charme des Kellners ist geradezu unwiderstehlich. Ich drehe mich um, um das Gesicht zu der verführerischen Stimme zu sehen. Da fällt mein Blick auf das Tablett mit den großen Pappbechern, Plastikdeckeln, Milch- und Zucker-Einzelportiönchen und Plastikrührstäben. Jede Menge potenzieller Müll. Wegen einer einzigen „Tasse“ Kaffee. Nein, das möchte ich eigentlich nicht unterstützen. Ich hätte ja meine eigene Tasse dabei, aber das nützt mir in dieser Situation wenig. Was soll ich machen?

Die Entscheidung wird mir abgenommen: Bevor der nette Herr bei mir ankommt, ist alles verkauft. Er setzt seinen Gang durch den Zug dennoch fort und nimmt Bestellungen der leer ausgegangenen Fahrgäste auf: „Darf ich jemandem einen frisch gebrühten Kaffee aus dem Bordbistro bringen?“

Vor meinem geistigen Auge beginnt sich folgendes Bild zu formen: Der freundliche Bistro-Mitarbeiter sammelt die mitgebrachten Mehrwegbecher der Reisenden ein, befüllt sie mit Kaffee und verteilt sie wieder. Als er mir auf dem Rückweg zum Bistro mit dem leeren Tablett entgegenkommt, sehe ich es in Gedanken vollgestellt mit verschiedensten, farbenfrohen Bechern und Tassen. Alternativ könnte er mit einer Thermoskanne durch den Zug wandeln und den Kaffee direkt am Platz ausschenken. Nur eine naive Vorstellung oder bald Wirklichkeit?

Ich bin später mit meiner Tasse selbst zum Bistro gegangen. Ein bisschen Bewegung tut bei einer langen Zugfahrt ja auch ganz gut.

Vom Urlaub zurück in den Alltag

Zurück aus dem Urlaub, lese ich mich allmählich wieder ins aktuelle gesellschaftliche Geschehen ein. Hier ein kurzer Überblick zum Thema Ernährung – für alle, die die Feiertage um Pfingsten auch eher zur Erholung vom Alltag genutzt haben.

Der Präsident des Deutschen Bauernverbands konstatiert, dass in drei Jahren jedes fünfte Schwein ein bisschen besser gehalten werden soll, der Initiative Tierwohl sei Dank. Wundervolle Aussichten für die armen Tiere! Aber in Deutschland müssen ja 80 Millionen Menschen ernährt werden, die ein Recht auf unbegrenzten, billigen Fleischkonsum haben. Das ist Lebensqualität, da kann man nicht auf jedes einzelne Schwein Rücksicht nehmen. Zur Erinnerung, Herr Präsident: Wir Deutschen geben nur um die 12 Prozent unseres Einkommens für Lebensmittel aus. Da ist doch allerhand Spielraum nach oben. Auf jeden Fall genug, um unser Verhältnis zum Tier zu überdenken.

Eine neue EU-Ökoverordnung soll auf den Weg gebracht werden. Was steht drin? Dazu ist den Medien Widersprüchliches zu entnehmen: Von konkreten Inhalten bis zum Hinweis, dass die Abstimmungsvorlage bisher nur deren Verhandlern bekannt sei. Die aktuelle Version der Verordnung kann mit den Standards der deutschen Bio-Anbauverbände nicht mithalten. Insofern kann man nur auf Besserung hoffen.

Kommen wir zum verarbeitenden Gewerbe. Junkfood macht krank. Darunter fallen die meisten der in Supermärkten angebotenen Produkte: Industriell hergestellt, werden die natürlichen Rohstoffe durch Unmengen an krank machenden Beigaben wie Fett, Zucker und Zusatzstoffen bis zur Unkenntlichkeit diffamiert. Studien zufolge ist es unser Lebensstil, der der Gesundheit an den Kragen geht. Zu wenig Bewegung, zu viel Stress, dazu eine ungünstige genetische Veranlagung – und schon sind Übergewicht und Diabetes vorprogrammiert. Interessantes Detail: Auftrag- und Geldgeber dieser Studien sind meist große Nahrungsmittelkonzerne, die – man ahnt es bereits – von der Produktion von Junkfood leben. Auch wenn es um die Zulassung von Zusatzstoffen, Pestiziden oder Gentechnik geht, werden von der Industrie vorgelegte Studien herangezogen. Die zäumen das Pferd von hinten auf. Zuerst wird das gewünschte Ergebnis festgelegt, danach die dazu passenden Rahmenbedingungen gebastelt. Damit das alles reibungslos klappt, positioniert die Industrie ihre Leute überall. Nehmen wir z. B. die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), zuständig u. a. für Zusatzstoffe und Pestizidrückstände in Lebensmitteln. Etliche Mitglieder des Verwaltungsrats sind zeitgleich in Verbänden oder Vorständen großer internationaler Lebensmittelkonzerne tätig. Von Unabhängigkeit also keine Spur. Wen wundert es da, dass auch die Empfehlung für die Zulassung des umstrittenen Pestizids Glyphosat von der EFSA kommt?

(Quellen: taz, Schrot&Korn, http://www.boewl.de, http://www.lobbypedia.de)

Wie wollen wir einkaufen?

In den letzten Wochen ist immer wieder zu hören, dass Amazon ins Lebensmittelgeschäft einsteigen will. Erste Pilotmärkte werden bereits bedient. Das erregt einiges Aufsehen, vor allem angesichts der Kritik an den Geschäftspraktiken des Unternehmens. Dies ist allerdings nur ein Nebenschauplatz, primär geht es um das Prinzip, sich Lebensmittel in großem Stil nach Hause liefern zu lassen. Und zwar nicht nur einzelne spezielle Produkte, die nur per Versand zu haben sind, sondern das komplette Sortiment. Es geht um die grundsätzliche Frage, wie wir einkaufen wollen. Warum sollen wir nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag noch in den Supermarkt hetzen oder uns am Wochenende mit lästigen Großeinkäufen abgeben anstatt die freien Tage zu genießen? Amazon macht den Anfang, wenn der Stein erstmal ins Rollen kommt, werden sicher weitere Anbieter folgen.

Klingt alles erstmal plausibel, doch das System hat seine Tücken. So dürfen z. B. Kühlketten nicht unterbrochen werden und empfindliche Produkte müssen extrem aufwändig verpackt sein. Hat man den Transport zur Kundin gemeistert, steht man dort vermutlich vor verschlossener Tür, denn sie kommt ja erst abends von der Arbeit. Da nützt es auch nichts, wenn der nette Nachbar das Paket annimmt, es wird vermutlich nicht in seinen Kühlschrank passen. Unkomplizierter und vor allem auch umweltschonender wäre es, wenn lokale Supermärkte ihre Kund*innen im Umkreis weniger Kilometer direkt beliefern würden, am besten zu einem vereinbarten Termin. Das sind nur einige Aspekte von vielen, insgesamt gibt es – logisch – Vor- und Nachteile. Welche überwiegen, ist schwer abzuschätzen, zu komplex ist das Thema.

Unternehmen wollen Geschäfte machen. Wenn Märkte gesättigt sind und Umsätze zurückgehen, denken sich findige Geschäftsleute eben ganz neuartige Produkte oder Dienstleistungen aus. Ebenso findige Marketingexpert*innen kreieren Werbekampagnen, um uns Konsument*innen zu erklären, dass wir diese Produkte respektive Dienstleistungen, die wir bisher noch gar nicht kannten, unbedingt brauchen. Im Falle des Versands von Lebensmitteln zielen sie auf gestresste Berufstätige, deren knappe Freizeit zu schade ist, um sie mit Banalitäten wie Lebensmitteleinkäufen zu verbringen. Viele scheint das tatsächlich anzusprechen. Doch wie wäre es, wenn wir uns stattdessen unsere Zeit zurückerobern würden? Nicht mehr 40, 50 oder 60 Stunden in der Woche arbeiten, sondern nur noch 20, 25 oder 30? Dann hätten wir wieder genügend Freiraum für so existenzielle Dinge wie die Besorgung von Essen und Trinken, und das Leben wäre vermutlich insgesamt entspannter.

Wider die Norm

Als ich diese „Maus-Kiwi“ aus zwei zusammengewachsenen Früchten zum ersten Mal gesehen habe, fand ich das ziemlich albern. Ist das wiedermal so eine merkwürdige Erfindung der Werbestrateg*innen? Sollen uns durch derart kindische Auswüchse Kiwis schmackhaft gemacht werden? Essen wir nicht mehr genügend davon?
Bis ich den tatsächlichen Hintergrund erfahren habe.

Bis zu 20 Prozent aller Kiwis wachsen von Natur aus so. Aber solche Zwillingsfrüchte sind in den EU-Normen nicht vorgesehen und landen daher oft in der Tonne statt auf dem Teller. Unter allen im Handel angebotenen Kiwis darf ihr Anteil nur 10 Prozent betragen. Da bleibt allerhand übrig. Schade drum, denn der Geschmack wird durch die außergewöhnliche Form überhaupt nicht beeinträchtigt.
Einige Händler bieten die ausgefallenen Früchte an. In München z. B. der Vollcorner Biomarkt, der sie wiederum vom Bio-Großhändler Weiling bezieht, und das Unternehmen Etepetete, das sich auf den Vertrieb von Obst und Gemüse in extravaganten Formen spezialisiert hat. Halten sich die Händler nicht an die 10-Prozent-Regelung, müssen sie mit Bußgeldern rechnen. (Quelle: www.vollcorner.de und Süddeutsche Zeitung) Was für eine verdrehte Welt!

Aus der Doppelkiwi eine Mickey Maus zu machen – denn wenn sie einer Maus ähnelt, dann nur dieser speziellen – finde ich immer noch seltsam. Aber geschenkt – wir sollten diese Früchte kaufen, wo immer wir Gelegenheit dazu haben! Und auch alle anderen irgendwie unkonventionell geformten wie krumme Gurken, verdrehte Möhren herzförmige Kartoffeln und und und. Sie alle sind viel zu schade, um sie auf Feldern und an Bäumen vergammeln zu lassen, nur weil sie einer von Menschen willkürlich erdachten Norm nicht entsprechen. Häufig sogar mit der Begründung, die Verbraucher*innen wollen das so. Wir Verbraucher*innen haben es also in der Hand, dieses Argument ab absurdum zu führen.