Artenvielfalt daheim

Nach längerer Abstinenz möchte ich diesen Blog nun wieder regelmäßig mit Inhalten befüllen. Anfangen möchte ich mit ein paar Impressionen aus meinem spätsommerlichen Garten. Ein Geräuschteppich umgibt mich dort, es summt und brummt an allen Ecken. Viele Pflanzen sind verblüht und abgestorben, doch die herbstliche Sonne lässt nochmal Neues entstehen. Aus vertrocknet geglaubten Stielen sprießen frische Blätter und Blüten. Unzählige Bienen tummeln sich darauf, auch zwei schöne Schmetterlinge flattern umher. Spinnen spannen ihre Netze und halten neugierige Ameisen von der Wohnung fern. Die letzten Tomaten und Erdbeeren werden rot und bekommen sogar neue Blüten (die es wohl nicht mehr schaffen werden, zu Früchten heranzureifen).

Neulich habe ich etwas über naturnahe Gartengestaltung, die Raum für unterschiedlichste Tiere bietet, gelesen. Verschiedene Sträucher soll es geben, teilweise Früchte tragend, teilweise mit Dornen. Ecken, in denen alles wachsen darf wie es will. Totholz und Steine als Unterschlupf. Eine Wiese, auf der wilde Blumen und Kräuter wachsen. Selbst gepflanzte Blumen, deren Blüten Nahrung für Bienen bieten. Sofort habe ich meinen eigenen Garten danach überprüft und war begeistert, dass alle diese Elemente vorhanden sind!

Dazu muss ich erwähnen, dass der Garten, über den ich hier schreibe, gerade mal um die 70 Quadratmeter groß ist. Oft komme ich an sehr viel größeren Gärten vorbei, die nur aus einem sterilen Rasen, umrahmt von Thuja- oder Kirschlorbeerhecken bestehen. Maximal noch ein Busch in der Mitte. Das finde ich sehr schade. Sollte doch spätestens seit dem bayrischen Volksbegehren „Rettet die Bienen“ Anfang dieses Jahres jedem und jeder klar sein, wie wichtig Artenvielfalt ist. Nicht nur, weil so ein bunter Garten nett aussieht, sondern weil es überlebenswichtig ist. Denn Artenvielfalt trägt auch zum Erhalt unserer Nahrungspflanzen bei. Durch den überwältigenden Erfolg des Volksbegehrens hat auch die Politik, insbesondere die CSU, den Artenschutz für sich entdeckt. Kein Satz von Ministerpräsident Söder, in dem nicht das Wort „Blühstreifen“ vorkommt, wie ich kürzlich sehr treffend gelesen habe. Politischer Wille ist notwendig, damit gesellschaftliche Veränderungen gelingen können. Zusätzlich kann man im privaten etwas tun. Also, Leute, rüstet eure Gärten und Balkone auf!

Garten_Herbst

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